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06. Oktober 2009 | Abgelegt in Webisodes | Keine Kommentare » |
06. Oktober 2009 | Abgelegt in Der neue Roman | Keine Kommentare » |
Eine große Familie …
06. Oktober 2009Mit großer Begeisterung habe ich von Lübbe den Auftrag angenommen, tägliche Webisodes und das Making Of über die Entstehung der deutschen Fassung von Dan Browns neuem Roman „Das verlorene Symbol“ zu produzieren.
Seit dem Morgen des 15.09. – als um 6:01 Uhr die amerikanische Originalfassung im Verlag ankam, konnte ich – zusammen mit meinem fabelhaften Kamerateam – den einmaligen Vorgang begleiten, wie in nur vier Wochen die deutsche Buch– und Hörbuchfassung des dritten „Robert-Langdon“ entsteht.
Wir erhielten hochinteressante Einblicke in die unterschiedlichsten Verlagsabteilungen, vom Verleger bis zur deutschen Stimme, haben uns mit Vertriebsleuten, dem Marketing, den Übersetzern und auch echten Freimaurern getroffen (danke Marc!), den Bürgermeister von Breckerfeld nach seinen Lesevorlieben befragt, und Dan Brown-Fans auf der Strasse angesprochen, wie sie denn die Zeit bis zum Erscheinen der deutschen Ausgabe durchhalten.
Stefan Lübbe hat uns sehr herzlich in seinem Büro – mit Blick auf das berühmte „Verlegergärtchen“ – empfangen und hat u.a. von seinem ersten persönlichen Treffen mit Dan Brown erzählt, der Verlagsleiter Marco Schneiders, wie er Dan Brown – bereits nach dem Lesen der ersten Seiten – vor Jahren als Bestseller entdeckt hat, und davon, wie ihm und seinen sechs Übersetzern in diesen Tagen das Wort „Schlafen“ zum Fremdwort geworden ist. Wir verbrachten herrliche Tage bei den Hörbuchaufnahmen in Breckerfeld, durften den Hörbuchmachern (danke Kerstin und Dicky!) über die Schulter schauen.
Bei allen Gesprächen, die wir mit den „Lübbes“ geführt haben, waren wir immer wieder beeindruckt wie engagiert und voller Energie alle an einem Strang gezogen haben – und immer noch ziehen. Wie sich alle als Teil einer großen Familie fühlen, die gemeinsam ihrem jüngsten Baby zu einem erfolgreichen Start ins Leben verhelfen. Drum freuen wir uns auch schon darauf, bis zur Buchmesse am 14. Oktober weiter mit unserer Kamera dabei zu sein und final mitzuerleben wie das Buch und Hörbuch ausgeliefert wird und alle Mitarbeiter in einer großen Kette den neuen Dan Brown auf den Messestand bringen – und uns dann hoffentlich auch noch mal zahlreich für abschließende Worte zur Verfügung stehen.
Nach der Buchmesse habe auch ich dann endlich wieder mehr Zeit zum Lesen …
und ich weiß auch schon was!
Herzliche Grüsse
Dana Geissler (und ihr Team von Fabrikfilm, 2fields und .ping Tonstudios)
05. Oktober 2009 | Abgelegt in Webisodes | Keine Kommentare » |
05. Oktober 2009 | Abgelegt in Der neue Roman | Keine Kommentare » |
Das Alles-Sehende-Auge …
05. Oktober 2009Das Alles-Sehende Auge
Bei jedem Korrekturgang wünschte man sich ein Alles-Sehendes Auge. Erst recht bei einem Projekt wie dem VERLORENEN SYMBOL, das unter solchen Bedingungen und unter solchem Zeitdruck entsteht. Also wurde der Korrekturgang des Buches ebenso präzise geplant wie alle anderen Prozesse.
Schon im Vorfeld stimmten wir wichtige Grundregeln ab: Alle Übersetzer würden sich streng an die Dudenvorgaben und -empfehlungen der 25. Auflage halten. Details wurden regelmäßig in jeder der täglichen Besprechungsrunden abgestimmt.
Wolfgang Neuhaus und Marco Schneiders, die als erste durch den Text gingen, achteten zwar hauptsächlich auf Übersetzungsfehler und griffen, wo nötig, stilistisch in den Text ein. Dabei haben sie jedoch auch Rechtschreibfehler gefunden und getilgt.
Das magische oder das Magische Quadrat
Nach diesem Arbeitsvorgang gab es eine letzte Abstimmungsrunde, bei der wir uns final (na ja, fast final) auf einheitliche Schreibweisen von hauptsächlich romanspezifischen Begriffen einigten. Sollte es das Magische Quadrat oder das magische Quadrat heißen? Danach folgten ein paar Text-Suchläufe und Angleichungen am Computer.
Nur 48 Stunden
Anschließend hatte Gerhard Arth, das (Fast-)Alles-Sehende Auge, knapp 48 Stunden Zeit, den kompletten Text Korrektur zu lesen. Er ist einer unserer besten und schnellsten Korrektoren, ein Mann für Sondereinsätze. Außerdem hat er schon als Textredakteur gearbeitet, und wir hofften, von ihm auch in diesem dritten Durchgang noch wertvolle stilistische Hinweise zu erhalten. Die auch pünktlich eintrafen. Nun mussten Marco Schneiders, Helmut Pesch und ich erneut durch das Manuskript gehen, uns jede Korrektur, jede Anmerkung, jeden Hinweis anschauen und entscheiden, was umgesetzt werden sollte und was nicht. Nach diesem Korrekturgang wurde das MS zum Setzer gefahren. Für uns bedeutete das: 48 Stunden Pause (endlich!)
3 mal 33 + 3
Wir bekommen zwei Korrekturfahnen vom Setzer zurück. Zum ersten Mal halten wir keine Manuskriptseiten in Händen, sondern einen Umbruch, der uns schon erahnen lässt, wie das Buch einmal aussehen wird. Nun gilt es, sich noch einmal zu konzentrieren, noch einmal durch den Text zu gehen. Eine Fahne wird zwischen Marco, Helmut und mir aufgeteilt. Wir kontrollieren wichtige Schlüsselstellen des Romans, Zeilen- und Seitenumbrüche.
Parallel geht der zweite Fahnenabzug an 15 Lektoren des Verlags. Jeder bekommt ca. 50 Seiten zum Korrekturlesen – und hat exakt 3 mal 33 Minuten Zeit dafür. Auch dies gelingt. 768 Seiten innerhalb von 99 Minuten Korrektur gelesen – noch ein Rekord?
Für Marco, Helmut und mich heißt das allerdings: noch einmal 3 Stunden durch das komplette Manuskript gehen, uns alle Korrekturen, Anmerkungen und Fragezeichen der Lektoren ansehen und entscheiden, was umgesetzt wird.
Kein Ende (aber Hoffnung)
Und immer noch kein Ende. Die Korrekturfahne geht zurück an den Setzer, der noch alle Korrekturen ausführen muss. Auch dies erfordert Kontrolle. Vor Ort warten Gerhard Arth und Ruggero Leò, einer unserer Lektorenkollegen. Beide gehen erneut durch den Text und überprüfen, ob alle Korrekturen ausgeführt wurden und dabei keine neuen entstanden sind. Erst dann erfolgt die Freigabe.
DAS VERLORENE SYMBOL kann gedruckt werden, mit hoffentlich ganz wenigen Fehlern.
05. Oktober 2009 | Abgelegt in Henrik Eberle | Keine Kommentare » |
Boas und Jachin
05. Oktober 2009Der Tempel in der 16th Street, das Jefferson Monument, das Capitol und zahllose andere Bauten in Washington haben eines gemeinsam: Säulen. Sicher: Auch die Römer und Griechen bauten so, und im 19. Jahrhundert galt das als modern. Oder, um Asterix zu zitieren: „Obelix! Man muss mit der Zeit gehen und antik sein.“
Der klassizistische Stil der amerikanischen Architektur unterscheidet sich jedoch vom deutschen oder italienischen. Er wirkt auf europäische Touristen imperial und pathetisch, insgesamt überdimensioniert. Der Grund dafür sind die monumentalen Säulenhallen, die nahezu jedes öffentliche Gebäude kennzeichnen. Hinter ihnen befindet sich dann ein oft kleinteiliger Zweckbau mit verschachtelten Treppenhäusern und schmalen Korridoren, in den sich der Antragsteller oder Ratsuchende verläuft.
Der Gedanke ist erlaubt, dass der häufige Gebrauch von Säulen aller Art in der amerikanischen Architektur eine tiefere Bedeutung hat. Wurde der amerikanische nationale Stil tatsächlich von Freimaurern geprägt – und die Biografien von Thornton, Pope und anderen sprechen dafür –, dann sollte man über eine Verbindung von freimaurerischem Denken und architektonischer Form nachdenken. Wenn öffentliche Gebäude nicht nur Zweckbauten sein, sondern etwas ausstrahlen sollten, liegt wiederum der Gedanke nahe, den Blick auf die Inhalte freimaurerischer Rituale zu lenken. Viele wenns, aber falls man den Gedankengang zulässt, ist der Weg zum Tempel Salomos nicht weit. Denn er ist für die Freimaurer das Muster, an dem sich alle anderen Bauten messen lassen müssen.
Zum festen Kanon freimaurerischer Arbeit gehört das Nachdenken über den Tempelbau über den es im 1. Buch der Könige heißt: „Und er richtete die Säulen auf vor der Vorhalle des Tempels; die er zur rechten Hand setzte, nannte er Jachin, und die er zur linken Hand setzte, nannte er Boas.“ Jeder kann es selbst überprüfen: Es gibt keine Freimaurerloge, deren Eingang nicht von Säulen geschmückt ist. Stehen die Säulen dort, wo sie nur Freimaurer sehen können, sind sie meist mit Granatäpfeln, dem Symbol der Fruchtbarkeit, geschmückt.
Auch im eigentlichen Altarraum selbst stehen mindestens drei Säulen; sie symbolisieren die „kleinen Lichter“, also Weisheit, Stärke und Schönheit.
02. Oktober 2009 | Abgelegt in Webisodes | Keine Kommentare » |
02. Oktober 2009 | Abgelegt in Der neue Roman | Keine Kommentare » |
Team-Arbeit
02. Oktober 2009Angela Koonen, Übersetzerin:
In Team-Arbeit und unter Zeitdruck einen einheitlichen Text zu erzeugen war die große Herausforderung, die mich an diesem Projekt am meisten gereizt hat.
Der Übersetzer, der allein arbeitet, hat das ganze Buch lang Zeit, den Charakter der Personen und die Atmosphäre einzelner Szenen optimal rüberzubringen. Denn am Ende kennt man nicht nur alle Handlungselemente, sondern hat auch die Bedeutungsnuancen erfasst und weiß, wie sie ineinandergreifen. Man entwickelt die Sprache im Laufe der Übersetzung.
Darum hat man zum Beispiel bei der Überarbeitung seiner Rohfassung die meisten Korrekturen in den Anfangskapiteln anzubringen.
Was unserem Siebenerteam beim Zusammenspiel sicherlich zugute kam, waren unsere langjährige Freundschaft und die ständigen Fachsimpeleien zu Übersetzungstechnik und Stilproblemen, die ein ewig bewitzelter, aber unausweichlicher Bestandteil jedes Kneipenbesuchs und jeder Party waren.
Quasi die Trainingsspiele für die täglichen Teamkonferenzen zum Verlorenen Symbol.
Nun ist es geschafft, und ich blicke auf zwei anstrengende, beruflich wie menschlich sehr befriedigende Wochen zurück, von denen ich noch lange zehren werde.
01. Oktober 2009 | Abgelegt in Webisodes | Keine Kommentare » |
01. Oktober 2009 | Abgelegt in Der neue Roman | Keine Kommentare » |
ORDO AB CHAO
01. Oktober 2009Wolfgang Neuhaus:
„Ordnung aus Chaos“ – diese freimaurerische Motto konnte man, zumindest in den ersten Tagen, der Arbeit am neuen Roman von Dan Brown voranstellen.
Diese Arbeit war nicht nur für das Übersetzerteam eine ganz neue Herausforderung – sie hat auch mich als Redakteur vor neue und ungewohnte Aufgaben gestellt, zumal wir es mit der „Turboübersetzung“ eines Spitzentitels zu tun hatten, an den sehr große Erwartungen und Hoffnungen geknüpft sind.
Es galt, in einem sehr engen Zeitfenster und in ständigem Austausch mit den Übersetzern, mit Verlagsleiter Marco Schneiders und mit Kerstin Kaiser von LÜBBE AUDIO die Arbeit am Manuskript voranzutreiben, ohne dabei die stilistische und begriffliche Einheitlichkeit des deutschen Textes aus den Augen zu verlieren, was besonders bei THE LOST SYMBOL mit seinem vielschichtigen historischen, wissenschaftlichen und philosophischen Unterbau nicht immer ganz einfach war – schließlich soll zum guten Schluss alles aus einem Guss sein, womit meine Hauptaufgabe als Bearbeiter umrissen wäre.
Bei dem neuen Roman kam hinzu, dass die Textteile eines sechsköpfigen Übersetzerteams verknüpft und verschweißt werden mussten, was es in dieser Form noch nie gegeben hat, erst recht nicht in so knapp bemessener Zeit und bei einem Roman, der bereits vor Erscheinen der deutschen Ausgabe für Furore sorgt.
Umso zufriedener bin ich mit dem Ergebnis. Der neue Roman steht nun in einer Reihe mit Dan Browns Bestsellern ILLUMINATI, METEOR und SAKRILEG/THE DA VINCI CODE, die ich ebenfalls als Redakteur betreut habe.
DAS VERLORENE SYMBOL jedoch wird stets etwas Besonderes für mich bleiben, auf das ich sehr stolz bin. Dieser Roman ist so einzigartig wie die Umstände seines Entstehens!
Mein Dank an alle Kolleginnen und Kollegen und ein herzlicher Gruß an alle zukünftigen Leser und Hörer,
Wolfgang Neuhaus
30. September 2009 | Abgelegt in Der neue Roman | Keine Kommentare » |
Wie sieht es eigentlich im Vertrieb aus mit Dan Brown?
30. September 2009Thorsten-Peter Brümmer, Verkaufsleiter:
Täglich erhöht sich durch die tolle Arbeit unserer Außendienstmitarbeiter die Zahl der vorgemerkten Bestellungen und erreicht neue Rekordhöhen.
Nachdem nun das Buch übersetzt, lektoriert, gestaltet und in die Druckereien gegeben worden ist, wird es für den Vertrieb ernst. Sozusagen die Nagelprobe, für das, was gemeinsam mit den Kollegen unserer Auslieferung, der VVA, im Vorfeld der Auslieferung von 800.000 Exemplaren in den letzten Wochen überlegt worden ist.
Da ist zu einem die Logistik zwischen Druckereien und der Auslieferung.
Es müssen für den Transport die entsprechende Anzahl Paletten besorgt werden. Diese Leerpaletten ergeben übereinander gestapelt, in etwa die Höhe des Messeturms in Frankfurt, den sicherlich die meisten Kollegen kennen.
Die beiden Druckereien liefern sofort, sobald fertig produziert, bei der VVA an.
Hier müssen zusätzliche Kapazitäten zum Entladen, Produzieren von Verkaufseinheiten in die alltägliche Logistik eingeplant werden. Und vor allem Platz. Es kommen zusätzlich 2.400 Paletten, die in keinem Fall die Wege des Tagesgeschäfts verstopfen dürfen. Die Länge der LKW-Schlange vor einem Wareneingangstor würde mehr als 1.300 m betragen, und für das Entladen sind über 105 Stunden notwendig und das nur, wenn alle LKW im vorgesehenen Zeitfenster eintreffen und nicht durch Staus oder anderes Ungemach aufgehalten werden.
Auch den Wünschen unserer Kunden, der Buchhandlungen, muss Rechnung getragen werden, die bei den georderten Mengen vor ähnlichen Problemen stehen.
Deshalb werden die Übergabetermine und -mengen an die einzelnen Transporteure täglich neu abgesprochen, so dass wir fest überzeugt sind, dass jeder Kunden seine bestellten Bücher am 14.10.2009 im Geschäft hat, auch die Kollegen in Österreich und der Schweiz.
Nicht zu vernachlässigen sind natürlich Programmieraufwand und diverse Tests für die komprimierten und teilweise neuen Abläufe, die für diese anspruchsvolle Aufgabe notwendig waren.
Täglich werden die Bestellmengen mit den geplanten Anliefermengen seitens der Druckereien, die Anzahl der zu produzierenden Verkaufseinheiten abgeglichen und die logistischen Prozesse optimiert.
In der kommenden Woche erfolgen letzte Abstimmungen, natürlich auch mit der Integration der schönen Vorbestellzahlen des Hörbuches, das wir Dank der hervorragenden Arbeit unserer Audioabteilung zeitgleich mit dem Hardcover ausliefern werden.






